Arbeitsbereiche

Befähigungsnachweise

Nicht besegelte Fahrzeuge über 25m

Internationale Fahrt

Förderrichtlinie

Stiftung

Lenkungsausschuss

Politische Arbeit

Arbeitskreis Traditionsschifffahrt

Zusatzqualifikation zum Schiffer oder Maschinisten auf Traditionsschiffen

Die Besetzung von Traditionsschiffen ist in der Sportseeschifferscheinverordnung geregelt. Bis zu einer Rumpflänge von 25 Metern sind die Sportsee- und Sporthochseeschifferscheine als Qualifikation für die Schiffsführung ausreichend. Zusätzlich sind Zeugnisse zum Bedienen der Funkanlage erforderlich. Ab einer Rumpflänge von 25 Metern ist im nautischen und maschinellen Bereich ein sog. Zusatzeintrag im Sportsee- oder Sporthochseeschifferschein erforderlich. Maschinisten können auch einen separaten Nachweis der Qualifikation erhalten.

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Die rechtliche Regelung von nicht mit Segeln ausgestatteten Fahrzeugen aus Stahl über 25 m Länge mit mehr als 12 Fahrgästen an Bord ist unklar. Diese Fahrzeuge sind nicht von den Regelungen der EU-Fahrgastschiffsrichtlinie und der darauf fußenden nationalen Fahrgastschiffrichtlinie ausgenommen, so wie dies bei kleineren Fahrzeuge, bei Segelfahrzeugen oder hölzernen Fahrzeugen der Fall ist. Die GSHW bemüht sich in politischen Gesprächen, hier die dringend erforderliche Rechtssicherheit herbeizuführen.

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In Deutschland nach der Schiffssicherheitsverordnung zugelassene Traditionsschiffe dürfen in der Regel mehr als 12 Fahrgäste oder Trainees befördern. Dieses Schiffssicherheitszeugnis gilt jedoch unmittelbar nur in der Bundesrepublik Deutschland. Die internationale Schifffahrt ist in SOLAS geregelt, allerdings findet SOLAS weder auf Segelfahrzeuge noch auf hölzerne Fahrzeuge Anwendung. Wenn hierzulande regulär zugelassene Traditionsschiffe also ins Ausland fahren, besteht Rechtsunsicherheit. Ein Lösungsansatz war hierzu das so genannte MOU von 2004, wonach die Mitgliedsstaaten ihre nationalen Zeugnisse für Traditionsschiffe gegenseitig anerkannten. Leider ist eines der geografisch wichtigsten Länder für die internationale Fahrt, Dänemark, bereits frühzeitig wieder aus diesem Abkommen ausgeschert. Seitdem ist die Rechtslage dort ausgesprochen schwierig. Seit dem Sommer 2023 gilt das auch für hier regulär zugelassene Sail-Training-Schiffe, deren Befähigung zur Ausbildung von Dänemark nunmehr infrage gestellt wird und die als Fahrgastschiffe eingeordnet werden, sofern kein SOLAS-Zeugnis zum Sail Training vorliegt. Hier ist die GSHW an einer Reihe von Fronten (nationale Verwaltung und Politik, Europäische Kommission, IMO) aktiv, um dieses Problem zu lösen.

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Eine der großen Errungenschaften der GSHW im Rahmen der Neufassung der Zulassung von Traditionsschiffen war die Förderfähigkeit von rechtsänderungsbedingten Umbauten an Fahrzeugen. Hierzu wurde eine so genannte Förderrichtlinie ins Leben gerufen, die freilich nicht in allen Bereichen einfach zu handhaben ist. Wir beraten unsere Mitglieder bei der Beantragung von Fördergeldern und helfen, den Verwaltungsdschungel zu lichten.

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Die GSHW beabsichtigt, eine eigene Stiftung mit der Arbeitsnamen „Stiftung Deutsche Traditionsschiffahrt“ ins leben zu rufen. Hintergrund ist die in langen Jahren gereifte Erkenntnis, dass der Betrieb von Traditionsschiffen in manchen Fällen nicht nachhaltig zum Erhalt ausreicht. Hier sind immer mehr Drittmittel erforderlich. Diese sollen von der Stiftung eingeworben werden und den Mitgliedsschiffen zugute kommen. Mehr dazu in Kürze hier.

Der Lenkungsausschuss in der Zentralen Verwaltungsstelle des Deutschen Seglerverbandes  koordiniert und beaufsichtigt die Abwicklung der  Führerscheinprüfungen, sowie die Weiterentwicklung von Prüfungsinhalten und Prüfungsvoraussetzungen. Dies geschieht in gemeinsamen Gremien des DSV, der GSHW (Bereich Traditionsschifffahrt) und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Unser Vertreter im Lenkungsausschuss ist Knut Frisch.

Wir nehmen an den regelmäßig stattfindenden Arbeitskreis Traditionsschifffahrt mit dem Verkehrsministerium, der Dienststelle Schiffssicherheit und anderen Beteiligten teil. Der nächste Termin steht im Frühjahr 2024 an.